Eine Alarmübung führte die Feuerwehr Haslach mit den Abteilungen Haslach und Schnellingen am Besucherbergwerk „Segen Gottes“ im Ortsteil Schnellingen durch. Mehrere Personen mussten dabei gerettet werden.

Die Übungsannahme war, dass sich drei Personen während eines Besuchs im Besucherbergwerk verletzten und nicht mehr selbstständig ins Freie gelangen konnten. „Wir haben die Einsatzkonzeption angepasst und wollten diese unter Alarmbedingungen testen“ begründete der stellvertretende Kommandant Andreas Wöhrle den Anlass der unangekündigten Übung. So wurde die ERHT-Gruppe (ERHT = Einfaches Retten aus Höhen und Tiefen) in die neue Konzeption einbezogen und auch schon im Bergwerk geschult.

Wie wertvoll die Abteilung Schnellingen bei Einsätzen im Besucherbergwerk ist, wurde auch bei der Übung deutlich. Die Einsatzkräfte aus Schnellingen waren zuerst vor Ort und konnten auch zwei Personen durch den unteren Zugang in Sicherheit bringen.

Die ERHT-Gruppe hatte die Aufgabe, gemeinsam mit den weiteren Einsatzkräften, eine Person durch den Schacht im oberen Bereich des Bergwerks zu retten. Um die entsprechenden Rettungsmittel und die Unterstützung der Drehleiter konnte auch diese Person sicher und schonend gerettet werden.

Andreas Wöhrle und Boris Schmid, die die Übung gemeinsam vorbereiteten und beobachteten, waren im Anschluss zufrieden mit dem Verlauf der Übung. „Die Einsatzkonzeption passt!“ Dennoch konnten sie auch einige Punkte notieren, die noch verbessert werden können. Ein Punkt dabei ist die Sicherstellung des Zugangs durch weitere Schlüssel und die Überprüfung des Schlüsseldepots. Außerdem würden leichtere Helme das Arbeiten im Bergwerk vereinfachen.

Hintergrund:

Jährlich besuchen ca. 6-7.000 Personen das Besucherbergwerk in Schnellingen. Bereits am 1. Mai wurde die Feuerwehr ins Bergwerk alarmiert, als es dort einen medizinischen Notfall gab. Die Feuerwehr musste dort nicht tätig werden, da die Person das Besucherbergwerk bis zum Eintreffen bereits verlassen hat können.