Eine angenommene Verpuffung im Aufenthaltsraum war Ausgangspunkt für die Feuerwehrübung, die bei der Firma Mall in Schnellingen stattfand.
Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie fand im Rahmen der regelmäßigen Proben wieder eine Übung mit mehreren beteiligten Gruppen statt. Schnellingens Abteilungskommandant Jürgen Schätzle hatte die Übung ausgearbeitet, an der neben der Abteilung Schnellingen auch zwei Gruppen der Abteilung Haslach teilnahmen. Für die jungen Kameraden war es die erste Übung überhaupt, an der sie teilnahmen.
Die Abteilung Schnellingen traf zuerst am Übungsobjekt ein und Ralf Müller unternahm als Gruppenführer des ersten Fahrzeugs die Erkundung. Mitarbeiter der Firma schilderten ihm die Lage und teilten mit, dass bis zu fünf Kollegen noch vermisst sind. Somit war klar, dass die Priorität auf der Menschenrettung und dem Absuchen des verrauchten Gebäudeteils lag. Mit mehreren Atemschutztrupps wurde begonnen, das eingenebelte Gebäude abzusuchen. Gleichzeitig wurde das Gebäude belüftet, so dass die Sicht für die Atemschutztrupps verbesserte. Durch das systematische Vorgehen der Trupps konnten alle Vermissten schnell gefunden werden. Zur Dokumentation und zur Lageerkundung aus der Luft wurde auch die Drohne eingesetzt.
Kommandant Stefan Possler und Stellvertreter Tim Messner verfolgten die Übung als Beobachter. Sie waren zunächst erfreut darüber, dass nach zwei Jahren wieder eine solche Übung stattfinden konnte. Auch wenn nicht alles perfekt war, lobten sie die Einsatzkräfte für deren Vorgehen und gaben Tipps, was beispielsweise beim Verlegen der Schläuche besser gemacht werden könnte.
Auch Betriebsleiter Richard Schmid und Michael Fruh als Verantwortlicher für Arbeitssicherheit im Konzern beobachteten die Übung aufmerksam. Auch sie konnten Erkenntnisse aus dem Übungsverlauf gewinnen.


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