Der Schlossberghof hoch über Schnellingen war Übungsobjekt für eine Feuerwehrübung. Angenommen wurde ein Brand im Hofbereich, der sich auf das Strohlager ausweitete.

 Das Anwesen der Familie Duffner bot für die gemeinsame Übung der Abteilungen Schnellingen und Haslach gleich mehrere Herausforderungen. Zum einen wollten Haslachs stellvertretender Kommandant Andreas Wöhrle und Schnellingens Abteilungskommandant Jürgen Schätzle sehen, wie die Drehleiter an dem Objekt aufgestellt werden kann. Außerdem gilt es bei der Wasserversorgung aus dem Landgraben eine lange Wegstrecke mit einigen Höhenmetern zu bewältigen. Deshalb war auch ein Fahrzeug der Abteilung Bollenbach mit einer zusätzlichen Pumpe eingebunden.

Jürgen Schätzle, der die Übung ausgearbeitet hatte, war auch Einsatzleiter der Übung. Er wies die ersten Fahrzeuge ein und erteilte den Auftrag zur Menschenrettung. Insgesamt sieben Personen mussten von den Atemschutztrupps gefunden werden.

Gleichzeitig wurde auch damit begonnen, mit Riegelstellungen die weiteren Gebäude vor einer Ausbreitung zu schützen und eine Förderleitung aus dem Landgraben aufzubauen. „Im Ernstfall“ so Wöhrle bei der anschließenden Übungsbesprechung, „werde bei diesem Objekt auch gleich die Feuerwehr Steinach zur Wasserversorgung mitalarmiert.“ Aufgrund der Trockenheit wurde bei der Übung darauf verzichtet. „Wir haben nur so viel Wasser verbraucht, wie nötig war.“ ergänzte Schätzle, der die Übung nach Abschluss der Menschenrettung auch zügig beendete.

Das Fazit der Übung war dennoch positiv. Alle vermissten Personen konnten schnell gefunden und gerettet werden. Und die Erkenntnisse zur Aufstellung der Drehleiter kann im Ernstfall wertvolle Zeit sparen.

Nach den Worten des Dankes an die Familie Duffner für die Zurverfügungstellung des Objektes blieb dann noch Zeit, bei einem kleinen Vesper die Abendstimmung und die Aussicht ins Kinzigtal zu genießen, bevor die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht wurden.